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WAS IST ERGOTHERAPIE?
Ist doch ganz einfach:
"Ergotherapie beruht auf medizinischer und sozialwissenschaftlicher Grundlage und ist ein ärztlich zu verordnendes Heilmittel. Sie kommt bei Menschen jeden Alters mit motorisch-funktionellen, sensorisch-perzeptiven, neuropsychologischen und psychosozialen Störungen zum Einsatz".......undsoweiterundsofort.....
Alles klar? - Wenn Sie nach dem soeben gelesenen Text den Eindruck bekommen, nicht alles verstanden zu haben, oder sich zumindest noch mehr Fragen als vorher auftun, dann ist das verständlich. Aber so wie oben wird in einigen Berufskundeheften oder sonstigen Informationsbroschüren das Berufsbild des Ergotherapeuten bzw. der Ergotherapeutin beschrieben.
Also früher war ja vieles einfacher, auch die Sprache. Da nannten sich die Ergotherapeuten noch Arbeits- und Beschäftigungstherapeuten. Da kann man sich doch noch was darunter vorstellen.
Ja aber was heißt denn nun eigentlich Ergo? Diesen merkwürdigen Begriff gibt es sowohl in lateinischen wie auch in griechischen Wörterbüchern. In diesem Fall wird das griechische "Ergo" benutzt, und das bedeutet soviel wie Tat, Werk oder Handlung, und da sind wir dem eigentlichen Wesen der Ergotherapie schon ganz nahe.
Wenn wir uns einmal das fröhliche Schaffen in der Welt anschauen, dann ist es doch fast ein Wunder, wie alles und jeder funktioniert. Die Kinder gehen in den Kindergarten oder in die Schule, die Eltern gehen zur Arbeit. Jeden Tag läuft alles gut organisiert ab - sollte es zumindest, klappt aber nicht immer. Wir alle lernen jeden Tag, so lange wir leben, nicht nur Rechnen und Lesen, sondern auch Radfahren, Schwimmen und vielerlei andere körperliche und geistige Fähigkeiten .
Aber was ist mit den Menschen, die infolge einer Krankheit, eines Unfalls oder weil sie alt oder behindert sind, nicht so leicht die vielen Dinge lernen oder wiedererlernen, die für das selbstständige Leben wichtig sind? Da sind die Ergotherapeuten gefordert, gemeinsam mit Physiotherapeuten (Krankengymnasten) und Logopäden (Sprachtherapeuten) streben sie eine bestmögliche Handlungsfähigkeit der Patienten an. Die Art der Therapie kann sehr unterschiedlich sein: Eine frühkindliche Hirnschädigung bei einem vierjährigen Kind erfordert z.B. eine andere Vorgehensweise der Behandlung als bei einem Erwachsenen nach einer Hirnblutung /-infarkt (Schlaganfall). Aber in allen Fällen geht es um die Handlungsfähigkeit des betroffenen Menschen.
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